Neues aus der Welt der Gewürze

Dienstag, 05. September 2017

Neues aus der Welt der Gewürze

Gewürze sind modern – in der Forschung. Lesen Sie hier interessante und skurrile Ergebnisse neuer Studien.

Gewürze begleiten den Menschen schon immer und immer schon wurden sie als natürliche Apotheke benutzt und bei verschiedenen Problemen eingesetzt.

Natürlich wurden sie auch einfach wegen ihres Geschmacks konsumiert. Gewürze haben aber selbst heute noch Geheimnisse, die die Forschung Stück für Stück lüften will. Lesen Sie hier von neuen Erkenntnissen:

Studien über Studien

Immer mehr Untersuchungen beschäftigen sich mit den medizinischen Wirkungen von Kräutern und Gewürzen. Diese dienen ja auch schon seit Jahrtausenden als Apotheke der Natur und sind oft sehr wirksam. Die Forschung will nun immer öfter wissen, welcher Stoff genau für die positiven Wirkungen verantwortlich ist. In den letzten Jahren nahm die Zahl der Studien über Gewürze und ihre Inhaltsstoffe stetig zu.

Momentan sehr stark erforscht wird Kurkuma und hier vor allem der Stoff Kurkumin, der ja bekanntlich positiv bei Entzündungen oder Schmerzen wirkt. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend. Auch andere Gewürze haben ihre positiven Wirkungen in Studien schon gezeigt. So soll etwa Safran bei Depressionen und Sehstörungen, Ingwer bei Migräne helfen.

Die Laborergebnisse sind zwar nicht einfach auf den Menschen umzulegen, aber sie zeigen, dass Gewürze einfach gesund sind. Also: ran ans Gewürzregal, für mehr Genuss und Gesundheit!

Zimt hilft lernen

Wie sich herausgestellt hat, wirkt sich Zimt auf das Lernvermögen aus. Forscher in Chicago untersuchten Mäuse auf ihre Lernfähigkeit hin. Die Mäuse wurden in ein Labyrinth geschickt mit vielen Löchern, von denen eines in ein sicheres Versteck führte, die anderen nicht. Die Löcher waren dabei mit unterschiedlichen Markierungen versehen. Hatte eine schlaue Maus einmal das sichere Versteck entdeckt, lief sie beim nächsten Mal sofort dorthin. Tiere, die nur schwer lernten, wurden einen Monat lang zusätzlich mit Zimt gefüttert. Dadurch fanden die Tiere das richtige Loch rund zweieinhalb Mal so schnell wie zuvor. Die Forscher machen Natriumbenzoat dafür verantwortlich. Dieser Stoff wird in der Leber aus dem Zimt gewonnen und regt den Hippocampus und damit die Lernfähigkeit des Gehirns an. Ob dieser Effekt auch beim Menschen eintritt, ist noch nicht untersucht.

Ingwer gegen Krebs?

Forscher aus Michigan haben festgestellt, dass Ingwerextrakt effektiv Tumore bekämpft. Bei einem Versuch mit Eierstock-Krebszellen zerstörten sich die Krebszellen gegenseitig und alle krankhaften Zellen, die man mit dem Extrakt behandelte, starben ab. Das Extrakt zeigte gute Wirkung gegen Prostata-Krebszellen in Tierversuchen. Ob sich diese Ergebnisse auch beim Menschen zeigen, ist noch nicht erwiesen. Weitere Untersuchungen sind geplant.

Dass Ingwer antibakteriell und entzündungshemmend wirkt, ist dafür schon seit langer Zeit bekannt.

Koriander & die liebe Genetik

An Koriander scheiden sich die Geister. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. US-Forscher fanden jetzt heraus, warum das so ist. Die Antwort verblüfft: Ob ein Mensch Koriander mag oder nicht, hängt von einem Gen ab, das bei den Geruchsrezeptoren eine Rolle spielt. Ist das Gen doppelt vorhanden, ist der Rezeptor doppelt so empfindlich für das oft als seifig bezeichnete Aroma des Korianders. Dann ist die Intensität zu stark und man kann Koriander nicht riechen, geschweige denn schmecken.