Mittwoch, 29. Oktober 2014

Chili – scharf essen macht glücklich und gesund!

Gemessen wird die Schärfe der kleinen Paprika-Schoten in „Scoville“, die höchste Stufe ist reines Capsaicin (Capsicum = Paprika) und erreicht auf der Skala den Wert von 16.000.000. Die schärfste Chili-Sorte, die in der Natur vorkommt, sind die mexikanischen Habaneros oder die karibischen Scotch Bonnet (ca. 100.000 Scoville). Ein normales „Chili“-Gericht dagegen kommt vielleicht auf maximal 30.000 Scoville – und ist durchaus gesund, nicht zuletzt dank des hohen Gehalts an Vitamin C.
Das Gewürz, das vom Chili stammt, nennt man übrigens Cayenne(-Pfeffer).

Also: Chili ist gesund, in allen Formen und Mischungen! Er regt Appetit, Kreislauf und Durchblutung an, wirkt gegen Verdauungsschwäche und Blähungen, hilft gegen Verspannungen und Muskelschmerzen und ist außerdem antibakteriell. Das ist übrigens einer der Gründe, warum Chilis in den heißen Gegenden rund um den Äquator vom Speiseplan nicht wegzudenken sind. Die gelben, orangen oder roten Schoten enthalten aber auch die Vitamine A, B1, B2, B3 sowie E, Eisen und Calcium und – im Vergleich zu Zitronen – die doppelte Menge Vitamin C. Das Capsaicin schützt zudem die Magenschleimhaut vor den Auswirkungen von Alkohol oder Aspirin, hilft, die Leber zu entgiften und die Blutfettwerte zu senken.
Zudem gilt Chili sogar als Fat-Burner…!

Scharfe Lebensmittel sind aber auch die gesündeste Droge der Welt – sie machen glücklich! Man behauptet, das liege daran, dass der Körper nicht zwischen Schärfe und Schmerz unterscheiden könne und – Schmerz lass nach – nach dem Schmerz schüttet der Körper Endorphine im Gehirn und damit Glück pur aus. Man nennt das den „Pepper-High-Effekt“.

Aber was tut jemand, dem scharfes Essen nichts bringt, als Tränen in den Augen, brennende Schleimhäute und einen Schweißausbruch? – Trainieren! Die Geschmacksknospen reagieren nämlich von Mal zu Mal weniger scharf auf den Chiligehalt, so dass die Schärfetoleranz Messerspitze für Messerspitze zunimmt. Zum, „Löschen“ zwischendurch empfehlen sich übrigens Reis, Gurkensalat oder Milch. Nur Wasser funktioniert gar nicht!