Montag, 24. November 2014

Typische Weihnachtsgewürze – exotisch, lecker und sehr gesund!

Anis, Gewürznelken, Ingwer, Kardamon, Koriander, Muskat, Piment, Vanille und Zimt… unsere typischen Weihnachtsgewürze stecken in Plätzchen und Kuchen, in Keksen, Stollen, Punschgetränken oder Glühwein. Und sie haben eines gemeinsam: Sie stimmen uns mit ihrem Duft auf Weihnachten ein, schmecken wunderbar und tragen außerdem zur Gesundheit bei. Es macht also nicht nur kulinarischen Sinn, dass man die Gewürze zu Weihnachten – wo so viel gegessen und getrunken wird – in die Bäckereien mischt! Und bevor jemand zu streiten beginnt, sollte man ihm schnell ein Vanillekipferl in den Mund stecken…

Anis, gemahlen oder als ganze Samen, hat mit dem Sternanis, der gern für weihnachtliche Dekorationen genutzt wird, nur den ähnlichen Geschmack gemeinsam. Anis wird auch süßer Kümmel genannt und stammt aus dem Mittelmeeraum von einer Staude – der etwas schärfere Sternanis kommt aus Südostasien von einem immergrünen Baum. Als Weihnachtsgewürze in Lebkuchen, Pfeffernüssen, Honigkuchen und Anisplätzchen haben sie nun Hochsaison – und sind nicht nur lecker, sondern machen weihnachtliche Backwaren auch bekömmlicher, weil sie Magen und Darm beruhigen helfen. Anis enthält außerdem Anethol, das tut den oberen Atemwegen gut.

Gewürznelken, gemahlen oder als getrocknete Blütenknospen, finden sich im Advent vor allem in Lebkuchen, Glühwein und Punsch. Wunderbar duftend stärken sie den Magen (der es rund um Weihnachten immer brauchen kann!), mindern Blähungen und Durchfall und können – dank des leicht betäubenden Inhaltsstoffes Eugenol – sogar Zahnschmerzen stillen, wenn man sie kaut.

Ingwer – zu Weihnachten vor allem in Ingwer-Keksen oder im Ingwer-Stollen eingebacken – ist ursprünglich ein „Asiate“, aber längst eingebürgert geworden. Er ist scharf und hilft in der Kälte, sich aufzuwärmen. Einfach ausgedrückt, wirkt er ähnlich wie Acetylsalicylsäure – ein Ingwer-Plätzchen könnte also helfen, Schmerzen zu lindern oder Entzündungen zu hemmen: Weihnachtszeit, gesunde Zeit! Kardamon, ein naher Verwandter des Ingwer und gebürtiger Inder, ist in der Vorweihnachtszeit vor allem für den typisch-betörenden, ätherischen Geruch und den würzigen, süßlich-scharfen Geschmack von Lebkuchen verantwortlich. Schon die alten Römer kurierten damit die Auswirkungen ihrer Fressgelage – er fördert die Verdauung und soll außerdem gegen eine Knoblauch- oder Alkoholfahne und Mundgeruch allgemein Wunder wirken. Ein wundervolles Weihnachtsgewürz also!

Auch Koriander würzt uns die Weihnachtszeit – vor allem in Printen und Lebkuchen trägt sein ätherisches Öl dazu bei, Magenkrämpfe und eine überlastete Verdauung zu verbessern. Auch die Muskatnuss, gemahlen und eingebacken in Pfeffernüsse und Gewürzringe, beruhigt in kleinen Mengen und harmonisiert. Ein ideales Gewürz für Weihnachten also (aber nur in sehr kleinen Mengen!).

Piment – als Pulver oder Beere – ist nicht nur ein feines Weihnachtsgewürz, z. B. für Bratäpfel oder Plätzchen. Es verleiht auch vielen anderen Gerichten eine zusätzliche, schmackhafte Note. Wie viele andere Gewürze enthält auch Piment einige wertvolle Aromastoffe und ätherische Öle. Diese helfen der Verdauung und lindern Blähungen. Bei Stress und Nervosität kann Piment für entspannende Ruhe sorgen.

Bleibt die beliebte Vanille ein süßer Stimmungsaufheller und nach Safran das teuerste Gewürz der Welt. Vanillekipferl könnten also auch schwierige Stimmungen rund um Weihnachten entspannen helfen. Bevor jemand zu streiten beginnt, sollte man ihm also schnell ein Vanillekipferl in den Mund stecken…

Auch ohne edlen Zimt fehlt Weihnachten die Würze: Zimtplätzchen, Zimtsterne, Zimtwaffeln, Glühwein, Punsch und Co werden mit diesen, aus der Innenschicht der Rinde von immergrünen Zimtbäumen gewonnenen Röllchen verfeinert. Sein wärmender Duft beeinflusst den Serotoninspiegel positiv – auch deshalb fühlen wir uns zu Weihnachten also so wohl! Und wenn nicht: Mehr Zimt(sterne) essen!