Jetzt ist wieder Kürbiszeit! - mit Rezept

Dienstag, 04. Oktober 2016

Jetzt ist wieder Kürbiszeit! - mit Rezept

Wenn die Tage kürzer werden und die Kälte in den Nächten langsam wieder ihre eisigen Klauen ausstreckt, haben die gesunden, geschmacklich vielfältigen und köstlichen Kürbisse wieder Hochsaison.

Vielfalt pur

Der Kürbis ist die Herbstfrucht schlechthin und in einer Vielfalt von weltweit rund 850 Sorten beinahe unerreicht. Geschmack, Farbe, Oberflächenstruktur und Form unterscheiden sich ebenso wie das Gewicht. Vom 50-g-Zierkürbiszwerg bis hin zu 500-g-Schwergewichten ist alles dabei.

Ursprünglich stammt der Kürbis aus Südamerika und ist eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Heute findet man diese Beerenfrüchte (botanisch sind Kürbisse eng mit Gurken und Melonen verwandt) aber auf der ganzen Welt.

Abwechslungsreiche Küche

Obwohl nicht alle der hunderten Kürbissorten genießbar sind, kommt die Abwechslung in der Küche nicht zu kurz. Kürbisse lassen sich

  • braten
  • grillen
  • füllen und überbacken
  • kochen
  • einlegen
  • dünsten
  • pürieren

Sie harmonieren sowohl mit Fleisch als auch mit Gemüse, Gewürzen, Kräutern und sind sogar süß ein Genuss. Das Geheimnis ist, dass der Kürbis sehr schnell das Aroma von anderen Zutaten annimmt und somit praktisch zu allem passt. Es gibt auch Sorten, die man als Rohkost essen kann.

Die bekanntesten Sorten

Vier der gängigsten Kürbissorten sind:

  • Hokkaido-Kürbis: Der Klassiker für Suppen. Diese orange Speisekürbis hat ein fein-nussiges Aroma und nicht fasriges, festes Fruchtfleisch. Er muss nicht geschält werden.
  • Muskatkürbis: Dieser Kürbis kann auch roh genossen werden. Er ist nussig im Geschmack.
  • Butternuss: Das Fruchtfleisch dieses birnenförmigen Kürbis zerfällt sehr leicht, wodurch er sich eher für Suppen und Kuchen eignet. Das passt perfekt, denn er schmeckt süßlich und ein wenig nussig.
  • Spaghetti-Kürbis: Der Name kommt vom Fruchtfleisch. Beim Garen zerfällt es in dünne lange Fasern. Diese Kürbis ist blassgelb und kommt aus Japan.

Lagerung und Qualitätsmerkmale

Kürbisse sind bei 12 bis 15 Grad Celsius mehrere Monate haltbar, wenn die Qualität stimmt. Hier kommt der Klopftest zum Einsatz. Klingt der Kürbis leicht hohl, ist er reif. Ein gutes Zeichen. Dazu sollte die Schale hart und der Stiel verholzt sein. Kaufen Sie immer nur Kürbisse mit Stiel, denn sonst können Bakterien eindringen und die Frucht verfaulen. Angeschnittene Kürbisse halten gut verpackt rund zwei Tage im Kühlschrank. Das Fruchtfleisch kann aber problemlos eingefroren werden.

Rezept Kürbissuppe

Zutaten für 4 Portionen:

  • 6oo g Kürbisfleisch
  • 1 Zwiebel
  • 3/4 lt. Rindsuppe
  • 1/4 lt. Schlagobers
  • 2 EL Butterschmalz
  • 1 EL Mehl
  • 1/16 lt. Welschrießling
  • 2 EL Kürbiskerne
  • Steirisches Kürbiskernöl
  • etwas Fett
  • Muskatnuss
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Reinigen Sie das Kürbisfruchtfleisch von Kernen, weißen Fäden etc. und schneiden Sie es in kleine Würfel. Auch die Zwiebel wird in kleine Würfel geschnitten und dann in Butterschmalz leicht angeröstet. Dann die Kürbiswürfel dazugeben und einige Minuten rösten lassen.

  2. Stauben Sie alles mit Mehl, rühren Sie gut um und löschen Sie dann alles mit Weißwein ab. Geben Sie Rindsuppe und Schlagobers hinzu, schmecken Sie mit Salz und Pfeffer ab und lassen Sie alles rund 30 Minuten dünsten.

  3. Ist der Kürbis weich, wird alles durch ein Sieb passiert oder mit einem Stabmixer püriert. Erhitzen Sie die Suppe langsam,  schmecken Sie sie mit Muskatnuss ab und lassen Sie sie köcheln, bis sie sämig ist.

  4. In der Zwischenzeit rösten Sie die Kürbiskerne langsam in etwas Fett an.

  5. Garnieren Sie die fertige Suppe mit den gerösteten Kürbiskernen und ein paar Tropfen Kürbiskernöl.

Guten Appetit!