Der Granatapfel - die Antioxidantienbombe

Montag, 25. Januar 2016

Der Granatapfel - die Antioxidantienbombe

Der süß-saure Geschmack des Granatapfels wird seit Jahrtausenden geschätzt. Nun deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass er noch viel gesünder sein könnte, als bisher angenommen.

Der Granatapfel begleitet die Menschheit schon sehr lange. Seine Bedeutung zeigen Erwähnungen in Bibel und Koran ebenso wie in der antiken Mythologie.

In den griechischen Mythen spielte der Granatapfel öfter eine Rolle, zum Beispiel bei der Entstehung der Jahreszeiten. Hades, der Gott der Unterwelt, entführte Persephone eines Tages in sein Reich, weil er sie zur Frau haben wollte. Ihre Mutter, die Fruchtbarkeitsgöttin Demeter, betrübte das so sehr, dass sie Pflanzen nicht mehr wachsen ließ. Es wurde Winter. Ohne Nahrung starben die Menschen. Deshalb brachten die anderen Götter Hades dazu, Persephone freizulassen. So geschah es. Weil Persephone aber ein paar Granatapfelkerne in der Unterwelt gegessen hatte und niemand, der von den Speisen der Toten gekostet hat, dauerhaft in der Oberwelt bleiben kann, verbringt Persephone seitdem vier Monate des Jahres in der Unterwelt. So wird es jedes Jahr Winter, wenn Persephone in die Unterwelt zurückkehrt.

Dass der Granatapfel immer wieder in griechischer Mythologie auftaucht ist nicht verwunderlich, stammt er doch wahrscheinlich aus West- und Mittelasien. Das liegt praktisch vor der Haustür der Griechen. Heute wachsen die Pflanzen weltweit in tropischen und subtropischen Klima. Durch die spanische Kolonialisierung kamen sie nach Südamerika und auch im Mittelmeerraum fühlen sich die Pflanzen sehr wohl.

Aussehen

Granatäpfel wachsen auf kleinen Bäumen oder Sträuchern, die bis zu fünf Meter hoch werden und eine rotbraune bis graue Rinde haben.

Die Früchte selbst haben etwa die Größe von Äpfeln, mit einer orangeroten bis rotbraunen Farbe. Sie gehören gerade noch zu den Beeren, sind aber ein Grenzfall. Ihr Fruchtfleisch ist nämlich weder fleischig noch verholzt. Das Innere ist mit Wänden durchzogen. Dadurch gibt es mehrere Kammern, die die etwa 400 Samen beinhalten. Diese sind noch einmal von einer Art durchsichtigen Membran umgeben, die mit Saft gefüllt ist.

Aus diesem Saft wird Wein gewonnen, er wird zur Verfeinerung von Wild- und Geflügelgerichten und bei Obstsalat eingesetzt.

Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe von Granatäpfeln können sich sehen lassen. Neben vielen Spurenelementen und Mineralstoffen enthält der Saft besonders viele Antioxidantien wie Flavonoide und Polyphenole. Letztere sogar in höherer Konzentration als Rotwein und Blaubeeren.

Mittlerweile weisen immer mehr Untersuchungen darauf hin, dass Granatäpfel bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthritis, Entzündungen und sogar gegen Krebs helfen könnten. Die endgültige Bestätigung dafür steht zwar noch aus, grundsätzlich sind Granatäpfel aber gesund.

Zubereitung

Hier ist Vorsicht geboten. Granatapfelsaftflecken hinterlassen bleibenden Eindruck und lassen sich nicht mehr auswaschen. Also Achtung!

Es gibt mehrere Möglichkeiten, an die Kerne zu kommen. Man kann den Granatapfel halbieren und dann so lange auf die Schale klopfen, bis sie herausfallen. Hier hilft es, die Äpfel zunächst mit etwas Druck auf einer ebenen Fläche herumzurollen, um die Kerne zu lockern.

Man kann die Kerne aber auch direkt mit einem Löffel herauslösen. Dazu nimmt man am besten eine Schüssel mit Wasser zu Hilfe. Die Samen sinken zu Boden, während die Schale auf der Oberfläche schwimmt.

Am schnellsten geht es aber, wenn man die Früchte einfach auspresst. Ein Granatapfel ergibt dabei etwa ein halbes Glas Saft.

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