Currypulver - Indiens gelber Schatz

Mittwoch, 13. Mai 2015

Currypulver - Indiens gelber Schatz

Currypulver ist ein Hauptbestandteil der indischen Küche. Das ist nicht weiter verwunderlich, stammt diese Gewürzmischung ja auch von dort. Bei der großen Anzahl an Zutaten ist das richtige Mischverhältnis aber schon fast eine Wissenschaft für sich. Das erklärt, warum so viele verschiedene Geschmacksrichtungen existieren. Interessanterweise wird das in Europa verwendete Currypulver in Indien nicht konsumiert.

Der Begriff Curry stammt vom tamilischen Begriff kari. Wörtlich übersetzt bedeutet er eigentlich Sauce. Mit dem Wort Curry war ursprünglich also nur das Gericht gemeint, eine Art Ragout, das man noch heute mit Reis oder Brot isst. Der heutige Begriff stammt von den Briten. Sie ließen im 18. Jahrhundert während der Kolonialzeit eine Currymischung kreieren, die auf den europäischen Geschmack abgestimmt war. Diese Geschmacksrichtung wird noch immer in Indien hergestellt. Sie ist jedoch nur für den Export bestimmt, da sie nicht dem indischen Geschmack entspricht und deshalb dort nicht gegessen wird.

Es gibt unzählige Arten dieser Gewürzmischung. Currypulver ist mehr ein Oberbegriff. Die jeweilige Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Region und Gericht, für das die Mischung verwendet wird, stark. Es macht einen Unterschied, ob man ein Curry mit Fisch, Fleisch, Gemüse oder Geflügel zubereitet und ob man es im Norden oder Süden Indiens isst. Das Pulver hat im Durchschnitt etwa 13 verschiedene Zutaten, wobei diese Zahl bei manchen Sorten auf bis zu 36 Zutaten steigen kann.

Wenn es auch viele verschiedene Varianten gibt, kommen doch einige Gewürze in praktisch allen Mischungen vor. Darunter sind zum Beispiel Kurkuma (verantwortlich für die charakteristische gelbe Farbe), Koriander, Kreuzkümmel und schwarzer Pfeffer. Diese und einige andere Gewürze sind für den typischen Geschmack von Curry verantwortlich.

Currypulver hat aber nicht nur einen wunderbaren Geschmack und schafft es, so manchem faden Gericht den nötigen Pep zu verleihen. Es hat auch positive Wirkungen auf die Gesundheit. Bei regelmäßigem Verzehr soll es Zivilisationskrankheiten vorbeugen, Entzündungen hemmen und den Cholesterinspiegel stabilisieren. Zudem wird der Zutat Kurkuma eine krebshemmende Wirkung nachgesagt.

Seit die Briten das Currypulver nach Europa brachten, hat es sich auf der ganzen Welt verbreitet. In vielen Ländern haben sich typische Gerichte entwickelt, denen Curry Geschmack verleiht. So gibt es in Deutschland etwa die Currywurst, auf Jamaika die Curried Goat und in Japan das Katsu Kari.