Die goldenen Regeln für gutes Würzen

Mittwoch, 07. September 2016

Die goldenen Regeln für gutes Würzen

Erst Gewürze verleihen Speisen das gewisse Etwas. Dafür sollte man sie aber richtig benutzen. Hier sind unsere goldenen Regeln für die perfekte Würze.

Richtig gelagert ist halb gewürzt

Durch falsche Lagerung verfliegt der Geschmack von Gewürzen so schnell, sie könnten praktisch dabei zusehen. Die optimale Lagerung ist trocken, dunkel und luftdicht. Vor allem Feuchtigkeit verfälscht den Geschmack. Lagern Sie Ihre Gewürze also nicht über dem Herd, wo ständig der Dampf aus den Kochtöpfen herumhängt.

Ein Gewürz ist zu alt, wenn man die Dose öffnet und einem kein Aroma mehr entgegenschlägt.

Alle kochen ihr eigenes Süppchen

Jeder Mensch ist anders. Was dem einen schmeckt, ist der anderen ein Graus. Finden Sie heraus, was Ihnen schmeckt. Kennen Sie Ihre eigenen Würzvorlieben, werden Ihre Kochkünste besser, selbst wenn Sie anders würzen.

Nicht alles schmeckt angebraten besser

Manche Gewürze dürfen auf keinen Fall angebraten werden, also geben Sie sie nicht zu früh zum Essen. Paprika und Pfeffer ertragen z. B. keine große Hitze. Dann schmecken Sie schnell sehr bitter.

Frisch ist intensiv

Das intensivste Aroma haben frisch geerntete Kräuter. Logisch, denn bei frischen Zutaten haben sich die Aromen und ätherischen Öle noch nicht verabschiedet. Geben Sie frische Kräuter auch immer erst möglichst spät zum Essen dazu, sonst kochen sie aus und zerfallen.

Klassiker bleiben Klassiker

Es hat einen Grund, warum klassiche Gewürzkombinationen diesen Namen tragen. Sie passen einfach perfekt zu bestimmten Gericht. Auch Sie sollten wissen, was etwa am besten zu Fisch passt. Ausgehend davon können Sie dann experimentieren.

Zeitnahe Zerkleinerung

Zerkleinern Sie Gewürze so kurz vor der Zubereitung wie möglich. Vor allem bei Kräutern ist dieser Tipp Gold wert. Sie sollten aber auch getrocknete Gewürze noch einmal im Mörser aufbrechen. So erhalten Sie immer den vollen Geschmack.

Ein Hauptgewürz

Verwenden Sie immer ein Hauptgewürz. Alle anderen würzenden Zutaten sollten nur mehr den Geschmack abrunden. Zwei intensive Gewürze schlagen sich nur.

Geduld ist Geschmack

Der volle Geschmack von Gewürzen kommt immer erst nach einiger Zeit. Warten Sie also mit dem Nachwürzen, bis die Gewürze ihr volles Aroma entfaltet haben. Das gilt auch bei Salat. Essen Sie ihn nicht sofort, sondern lassen Sie ihn ein bisschen ziehen. So erhält er mehr Geschmack.

Weniger ist mehr

Achten Sie darauf, dass die eingesetzten Gewürze nicht den Eigengeschmack des Gerichts übertönen. Vor allem bei Gemüse ist das eine Kunst. Manche Sorten haben einen so feinen Eigengeschmack, dass es schwierig ist. Verwenden Sie in solchen Fällen eine Kombination von Salz und Zucker. So kommt er besser zur Geltung.

Tipp zum Abschluss: Wer nur Angst davor hat, falsch oder zu viel zu würzen, verpasst Geschmackserlebnisse sondergleichen. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und haben Sie Mut zu ungewöhnlichen Kombinationen. Das Motto lautet „Würzen, Probieren, Lernen, Leben“.